Klostermansfeld, Deutschland

Sanierung eines Denkmals zur integrativen Wohnanlage

Gewerbliche Wohnbauten, Wettbewerb/Städtebau

Bauherr:
Benndorfer Wohnungsbaugesellschaft mbH
Bauzeit:
2009-2011
Projektsumme:
ca. 2,6 Mio. €

Ein schlafendes Gebäudejuwel wurde 2009 wiedererweckt. Das 1896 zur Unterbringung von Land- und Bergarbeitern errichtete zweiflügelige Ziegelgebäude wurde im Laufe seiner Geschichte zwischenzeitlich als Lazarett und nach dem Ende des zweiten Weltkrieges bis zum Zeitpunkt der Sanierung für Schlichtwohnungen genutzt. Durch fehlende Modernisierung stand das bis dato finstere und durch Mieterveränderung völlig verbaute Gebäude vor dem Aus. Durch mit Herzblut und persönlichen Einsatz geführte Konzeptentwicklung und -präsentation konnten die Bauherren vom Fortbestand und einer Totalsanierung des Gebäudekomplexes überzeugt werden. Nach Wiederherstellung der klaren Grundstruktur des Gebäudes konnte neue Grundrisse entstehen. Als Nutzungskonzept wurde eine Mischung von Senioren-Wohngemeinschaften auf der einen und „normalen“ Wohnungen auf der anderen Seite umgesetzt. Eine zentrale Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung und eine Heizung über eine Luftwärmepumpe , unterstützt durch eine Gasbrennwerttherme, bildeten die Hauptsäulen der neuen Gebäudetechnk. Durch den Einbau eines Aufzuges konnte das gesamte Haus barrierefrei gestaltet werden. Durch den Einsatz an der Gebäudehülle und der Haustechnik konnte dazu ein KfW-Effizienzhausstandard erreicht werden. Durch den Erfolg der Maßnahme und der hohen Akzeptanz der Bewohner wurde im Jahre 2011 das Nebengedäude, welches durch einen neuen Zwischenbau als Entree an das Hauptgebäude angeschlossen ist, gemäß der Gesamtplanung in der Sanierung nachgezogen.